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„Wehrhaftes Kärnten“:

Wissenschaftliches Symposium beleuchtete Landesverteidigung, Neutralität und Geistige Werte

Mit einem hochkarätig besetzten wissenschaftlichen Symposium unter dem Titel „Wehrhaftes Kärnten – Landesverteidigung zwischen Neutralität und Kriegsangst“ setzte der Kärntner Heimatdienst (KHD) im Europahaus Klagenfurt ein deutliches Zeichen für eine sicherheitspolitische Diskussion, historisches Bewusstsein und die geistige Verteidigung der Heimat.

Klagenfurt. KHD-Obmann Andreas Mölzer eröffnete die Veranstaltung und betonte in seinen Grußworten die Bedeutung eines starken geschichtlichen Bewusstseins sowie eines selbstbewussten Kärntens in einer Zeit wachsender internationaler Unsicherheiten. Gerade angesichts globaler Krisen müsse man sich verstärkt mit Fragen der
Landesverteidigung, der Neutralitä t und der kulturellen Identität auseinandersetzen.

Die Historikerin Prof. Dr. Claudia Fräss-Ehrfeld bot in ihrem Vortrag einen spannenden Abriss über die Kärntner Landesverteidigung im historischen Kontext. Sie verwies darauf, dass das ausgeprä gte Kärntner Selbstbewusstsein wesentlich aus der jahrhundertelangen
Erfahrung ständiger Bedrohung und möglicher Teilung von außen entstanden sei. Die Geschichte Kärntens sei daher eng mit dem Willen verbunden, die eigene Heimat, Kultur und Identität zu bewahren.

Brigadier a.D. Günter Polajnar widmete sich dem ThemaLandesverteidigung und Wehrdienst im neutralen Österreich“. Dabei unterstrich er, dass die Neutralität Österreichs keineswegs selbstverständlich sei, sondern eines klaren politischen Willens bedürfe, der derzeit allzu sehr fehle. Eine glaubwürdige Neutralität setze zudem ausreichende Winanzielle Mittel und die Bereitschaft voraus, in die militärische Landesverteidigung zu investieren. Ohne entsprechende sicherheitspolitische Prioritäten könne Neutralitat langfristig nicht wirksam abgesichert werden.

Dr. Bruno Burchhart sprach über die „Verteidigung der geistigen Werte Kärntens“ und hob hervor, dass Landesverteidigung nicht allein militärisch verstanden werden dürfe. Ebenso entscheidend seien die Bewahrung kultureller Identität, historischer Erinnerung und gesellschaftlicher Werte, die den inneren Zusammenhalt einer Gemeinschaft stärken.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Nationalratsabgeordnetem Wendelin Mölzer, der durch das Symposium führte und die unterschiedlichen Themenbereiche miteinander verband.

Als Projektpartner wirkten der Kanaltaler Kulturverein, die ARGE der Kärntner Heimatund Traditionsverbände sowie die OUsterreichische Landsmannschaft mit.

Das Symposium machte deutlich, dass Fragen der Sicherheit, der Neutralität und der kulturellen Selbstbehauptung aktueller denn je sind und sowohl politische als auch gesellschaftliche Verantwortung erfordern.

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