{"id":1069,"date":"2023-02-17T11:10:39","date_gmt":"2023-02-17T10:10:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.khd.at\/?p=1069"},"modified":"2023-02-17T13:08:38","modified_gmt":"2023-02-17T12:08:38","slug":"der-khd-ist-um-konfliktloesung-bemueht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.khd.at\/index.php\/der-khd-ist-um-konfliktloesung-bemueht\/","title":{"rendered":"Der KHD ist um Konfliktl\u00f6sung bem\u00fcht"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Runder Tisch des KHD: ein Zivilgesellschaftlicher Dialog mit SP\u00d6 und FP\u00d6 \u2013 aber ohne Slowenenorganisationen<\/strong><\/h2>\n<p>In der Presseaussendung vom 10. Februar 2023 l\u00e4dt der K\u00e4rntner Heimatdienst zu einem Runden Tisch um als Vermittler zwischen den einzelnen Interessensgruppen aufzutreten:<\/p>\n<blockquote>\n<h3><strong>K\u00e4rntner Heimatdienst ist um Konfliktl\u00f6sung bem\u00fcht<\/strong><\/h3>\n<h4><strong>Einladung zu einem runden Tisch \u00fcber die Aussage \u201eSlowenisierung stoppen\u201c<\/strong><\/h4>\n<p><em>Klagenfurt (OTS)<\/em> &#8211; Der K\u00e4rntner Heimatdienst, als zivilgesellschaftliche Organisation, die sich der Erhaltung und Pflege der historisch gewachsenen K\u00e4rntner Identit\u00e4t verpflichtet f\u00fchlt, hat mit gro\u00dfem Befremdem von der wahlkampfbedingten Aussage einer Partei-Jugendorganisation Kenntnis genommen, wonach man aktuell im Lande die \u201eSlowenisierung stoppen\u201c m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Der K\u00e4rntner Heimatdienst betrachtet Sprache und Kultur der slowenischen Volksgruppe als unver\u00e4u\u00dferlichen Teil dieser historisch gewachsenen Identit\u00e4t K\u00e4rntens und tritt daher vorbehaltlos f\u00fcr deren Pflege und Erhaltung ein. Historisch bedingte \u00c4ngste vor irgend einer Art von \u201eSlowenisierung\u201c sieht er daher als l\u00e4ngst obsolet geworden Relikte aus der l\u00e4ngst \u00fcberwunden \u00c4ra der Minderheiten-Konflikte im Lande.<\/p>\n<p>Da es sich aber bei den Urhebern dieser Aussage um die Jugendorganisation der immerhin zweitgr\u00f6\u00dften politischen Kraft im K\u00e4rntner Landtag handelt und da diese Aussage im Lande, aber auch im benachbarten Slowenien f\u00fcr betr\u00e4chtliche Unruhe, ja sogar f\u00fcr diplomatische Irritationen gesorgt hat, erlaubt sich der K\u00e4rntner Heimatdienst zu einem Runden Tisch einzuladen, zu dem Vertreter der Freiheitlichen, beziehungsweise ihrer Jugendorganisation, solche der Adressaten dieser Angriffe, n\u00e4mlich der K\u00e4rntner SP\u00d6 und jene der K\u00e4rntner Slowenenorganisationen gebeten werden.<\/p>\n<p>Unter der Moderation von KHD-Obmann Andreas M\u00f6lzer und des langj\u00e4hrigen Slowenen-Vertreters Marjan Sturm soll dieser runden Tisch am Dienstag 14. Februar stattfinden.<br \/>\nDabei sollte in Form eines durchaus kontroversiellen Dialogs latente Konflikte und parteipolitische Taktik, aber auch die reale Situation in K\u00e4rnten angesprochen werden.<\/p>\n<p>Der K\u00e4rntner Heimatdienst ist bem\u00fcht, mit dieser Initiative einen Beitrag zur Konfliktl\u00f6sung und zur Vers\u00f6hnungs- und Verst\u00e4ndigungspolitik im Lande zu leisten.<\/p><\/blockquote>\n<div id=\"attachment_1054\" style=\"width: 2982px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1054\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1054 size-full\" src=\"https:\/\/www.khd.at\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/IMG_6039.jpg\" alt=\"Kleine Zeitung\" width=\"2972\" height=\"1696\" \/><p id=\"caption-attachment-1054\" class=\"wp-caption-text\">In der &#8220;Kleinen Zeitung&#8221; wird \u00fcber die Causa berichtet<\/p><\/div>\n<h3><strong>Die Sloveneverb\u00e4nde schlagen die Einladung des KHD zu einem Runden Tisch aus:<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Lieber Andreas, lieber Marjan!<\/strong><\/p>\n<p>Zuerst einmal bedanke ich mich f\u00fcr die Einladung! Ich teile euch mit, dass wir im Zentralverband \u00fcber eine Teilnahme an der Gespr\u00e4chsrunde diskutiert haben, jedoch zum Entschluss gekommen sind, dass wir daran nicht teilnehmen m\u00f6chten, da der \u00fcberwiegende Teil der Vorstandsmitglieder, die sich gemeldet haben der Meinung sind, dass eine Teilnahme des ZSO aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht notwendig bzw. zielf\u00fchrend ist.<\/p>\n<p>Es geht nat\u00fcrlich auch darum, dass wir als Volksgruppenorganisation weitestgehend aus dem laufenden Wahlkampf herausgehalten werden, deshalb begr\u00fc\u00dfe ich sehr wohl die Teilnahme von Vertretern der SP\u00d6 bzw. FP\u00d6.<\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe und einen erfolgreichen Verlauf des Gespr\u00e4ches!<\/p>\n<p>Manuel Jug<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Sehr geehrte Damen und Herren!<\/strong><\/p>\n<p>Der Rat der K\u00e4rntner Slowenen teilt zu Ihrem Schreiben vom 10.02.2023 mit, dass er am Runden Tisch im Gasthof Dermuth am 14. Feber nicht teilnehmen wird.<\/p>\n<p>Der Runde Tisch wird als Beirat zur Vers\u00f6hnung &#8211; und Verst\u00e4ndigungsarbeit bezeichnet, was prinzipiell begr\u00fc\u00dfenswert erscheint, bedauerlicherweise gab es in der Vergangenheit jedoch diesbez\u00fcglich keine konkreten positiven Ans\u00e4tze. So ein Ansatz w\u00e4re die Aufarbeitung der Geschichte des KHD (&#8220;Es gibt kein Slowenisch &#8211; K\u00e4rnten&#8221;), die Neugestaltung der St\u00e4tte der K\u00e4rntner Einheit oder eine auf wissenschaftlich belegten Fakten basierende Neubewertung der Person Hans Steinacher. Der KHD k\u00f6nnte sich auch f\u00fcr die Wiedereinf\u00fchrung des obligatorischen zweisprachigen Unterrichts (mit Abmeldem\u00f6glichkeit, wie bei Religion), einsetzen. Bekanntlich war der KHD unter den federf\u00fchrenden Organisationen, die diese vorbildliche, 1945 eingef\u00fchrte Regelung, 1958 zu Fall gebracht und der Volksgruppe unwiederbringlichen Schaden zugef\u00fcgt haben. Die Zahl der Sch\u00fcler fiel damals von ca. 13.000 auf ungef\u00e4hr 1.300. Davon hat sich die Volksgruppe nie wieder erholt.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Milena O\u0161ina<\/p>\n<p>Sekret\u00e4rin des Rates der K\u00e4rntner Slowenen<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Sehr geehrte Damen und Herren!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Spo\u0161tovane gospe in gospodje!<\/strong><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mich recht herzlich f\u00fcr die Einladung bedanken und mitteilen, dass ich am heutigen runden Tisch nicht teilnehmen werde, da ich einerseits schon seit gestern in Wien bei Terminen bin, und andererseits auch aufgrund der eingebrachten Anzeige und des finalen Wahlkampfes derzeit zum Thema keine weiteren \u00f6ffentlichen Schritte setzen m\u00f6chte. In weiterer Folge, nach den Wahlen, werden wir gerne mit den Landtagsparteien den Dialog, vor allem im Rahmen des Dialogforums, f\u00fcr ein gemeinsames K\u00e4rnten\/Koro\u0161ka fortsetzen.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen\/Z lepimi pozdravi<\/p>\n<p>Bernard Sadovnik<\/p>\n<hr \/>\n<p>Der Runde Tisch fand wie geplant am <strong>14. Februar 2023<\/strong> mit vertretern des KHD, der SP\u00d6 und FP\u00d6 statt &#8211; hier die Presseaussendung dazu:<\/p>\n<blockquote>\n<h3><strong>Runder Tisch des K\u00e4rntner Heimatdienstes zu \u201eSlowenisierung stoppen\u201c<\/strong><\/h3>\n<h4><strong>Aussage zu bedauern \u2013 Reaktionen \u00fcberzogen &#8211; Zivilgesellschaftlicher Dialog mit SP\u00d6 und FP\u00d6 \u2013 ohne Slowenenorganisationen<\/strong><\/h4>\n<p><em>Klagenfurt (OTS)<\/em> &#8211; Im Zuge dieser zivilgesellschaftlichen Initiative des Heimatdienstes, die sich als Beitrag zur Vers\u00f6hnungs- und Verst\u00e4ndigungsarbeit im Lande verstanden wissen will, war man sich einig: die Aussage der K\u00e4rntner freiheitlichen Jugend, wonach man die \u201eSlowenisierung stoppen\u201c m\u00fcsse, sei abzulehnen. Selbst der anwesende Spitzenkandidat der K\u00e4rntner FP\u00d6 Erwin Angerer, bedauerte diese ausdr\u00fccklich.<\/p>\n<p>In Vertretung von Landeshauptmann Peter Kaiser stellte SP\u00d6\u2013 Landes Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Andreas Sucher fest, dass derlei Aussagen dem Geist des friedlichen Miteinanders im Lande schaden w\u00fcrden, begr\u00fc\u00dfte aber das freiheitliche Bedauern dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Die Reaktionen auf diese einhellig abgelehnte Formulierung der K\u00e4rntner freiheitlichen Jugend erschienen aber allen Anwesenden, auch den vertretenen K\u00e4rntner Slowenen rund um Marjan Sturm, als \u00fcbertrieben: Anzeigen bei Gericht, diplomatische Missstimmung zwischen Wien und Ljubliana, das Zitieren der \u00f6sterreichischen Botschafterin in das slowenische Aussenministerium und gar Forderungen nach dem Verbot der freiheitlichen Jugendorganisation w\u00fcrden bedeuten, dass man mit Kanonen auf Spatzen schie\u00dft.<\/p>\n<p>Diese Gespr\u00e4che fanden am Dienstag den 14. Februar statt, da der K\u00e4rntner Heimatdienst zu einem runden Tisch ins Klagenfurter Hotel Dermuth geladen hatte, um &#8211; moderiert von KHD-Obmann Andreas M\u00f6lzer und dem langj\u00e4hrigen Slowenenvertreter Marjan Sturm \u2013 die heftig kritisierte Aussage der freiheitlichen Jugend K\u00e4rntens \u201eSlowenisierung stoppen\u201c in Form eines zivilgesellschaftlichen Dialogs zwischen den Betroffenen zu thematisieren. Eingeladen waren Vertreter der K\u00e4rntner SP\u00d6 und der K\u00e4rntner Freiheitlichen als die beiden parteipolitischen Antagonisten und die K\u00e4rntner Slowenenverb\u00e4nde als Ziel dieses Angriffs.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Landeshauptmann und die SP\u00d6 nahm stellvertretend Landesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Andreas Sucher teil, f\u00fcr die Freiheitlichen war Landesparteiobmann Erwin Angerer gekommen. F\u00fcr die Konsensgruppe war der vormalige dritte Landtagspr\u00e4sident Rudolf Schober anwesend.<\/p>\n<p>Die Slowenenverb\u00e4nde sagten bedauerlicherweise ab, wobei Manuel Jug f\u00fcr den Zentralverband der K\u00e4rntner Slowenen erkl\u00e4rte, als Volksgruppenvertreter wolle man nicht in den Wahlkampf hinein gezogen werden. Der Rat der K\u00e4rntner Slowenen unter der F\u00fchrung von Valentin Inzko lie\u00df wissen, dass man der Einladung des Heimatdienstes unter anderem deswegen nicht folgen k\u00f6nne, weil dieser 1958, also vor 65 Jahren, f\u00fcr das Ende des verpflichtenden zweisprachigen Unterrichts eingetreten sei. Daf\u00fcr nahm allerdings an der Seite des langj\u00e4hrigen Slowenenvertreters Marjan Sturm eine Reihe anderer Pers\u00f6nlichkeiten aus dem Kreise der slowenischen Volksgruppe an dem Gespr\u00e4ch teil.<\/p>\n<p>Einig war man sich an diesem runden Tisch dar\u00fcber, dass zivilgesellschaftliche Initiativen dieser Art nach dem Vorbild der K\u00e4rntner Konsensgruppe f\u00fcr die Erhaltung und den Ausbau des friedlichen Miteinanders n\u00fctzlich und notwendig w\u00e4ren. Man m\u00fcsse trachten, diese \u00fcber die Landesgrenzen hinaus im gesamten Alpen-Adria -Raum zur Bew\u00e4ltigung alter historischer Antagonismen und aktueller Konflikte auszubauen. Nur so k\u00f6nne man die Friedensregion-Alpen-Adria als gesamteurop\u00e4isches Modell und Vorbild weiter entwickeln.<\/p><\/blockquote>\n<div id=\"attachment_1056\" style=\"width: 3034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1056\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1056 size-full\" src=\"https:\/\/www.khd.at\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/IMG_6043-1.jpg\" alt=\"Krone Zeitung\" width=\"3024\" height=\"2734\" \/><p id=\"caption-attachment-1056\" class=\"wp-caption-text\">Bericht in der &#8220;Kronen Zeitung&#8221; \u00fcber die Vers\u00f6nungsarbeit des KHD<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_1057\" style=\"width: 334px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1057\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1057 size-full\" src=\"https:\/\/www.khd.at\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/58e8e797-d6fd-42d0-8196-451783cfc305.jpg\" alt=\"Kleine Zeitung\" width=\"324\" height=\"1600\" \/><p id=\"caption-attachment-1057\" class=\"wp-caption-text\">Auch die &#8220;Kleine Zeitung&#8221; berichtet \u00fcber den Runden Tisch<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Runder Tisch des KHD: ein Zivilgesellschaftlicher Dialog mit SP\u00d6 und FP\u00d6 \u2013 aber ohne Slowenenorganisationen In der Presseaussendung vom 10. 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