{"id":1086,"date":"2023-02-23T12:40:53","date_gmt":"2023-02-23T11:40:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.khd.at\/?p=1086"},"modified":"2023-02-23T13:08:52","modified_gmt":"2023-02-23T12:08:52","slug":"der-kindergartern-wird-fuer-alle-gratis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.khd.at\/index.php\/der-kindergartern-wird-fuer-alle-gratis\/","title":{"rendered":"SP\u00d6: &#8220;Der Kindergartern wird f\u00fcr alle gratis&#8221;"},"content":{"rendered":"<h1>Die SP\u00d6 antwortet auf die Fragen des K\u00e4rntner Heimatdienst<\/h1>\n<p><em>Welche Ma\u00dfnahmen sind f\u00fcr ihre Partei in der n\u00e4chsten Legislaturperiode des K\u00e4rnten Landtages am vordringlichsten um das Wohl des Landes und seiner B\u00fcrger sicherzustellen?<br \/>\n<\/em><strong>SP\u00d6:<\/strong> In der kommenden Legislaturperiode machen wir den Kindergartenbesuch f\u00fcr alle gratis, verkleinern schrittweise Gruppen und erh\u00f6hen die Geh\u00e4lter der P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen. Damit und mit dem Ausbau der Ganztagesschulangebote erh\u00f6hen wir die Zukunftschancen unserer Kinder und verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wir werden Kooperationen mit der Wirtschaft \u2013 wie Industrie-HAK, Chemie-HTL, Lehre mit\/nach Matura, Lehre und Studium \u2013 vorantreiben. Die Uni Klagenfurt wird neue Studienf\u00e4cher anbieten und gemeinsam mit der P\u00e4dagogischen Hochschule, der Fachhochschule sowie der Gustav Mahler Privatuniversit\u00e4t f\u00fcr Musik K\u00e4rnten als Bildungsland international positionieren. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unterst\u00fctzen wir einerseits \u00fcber die Bildungsf\u00f6rderung des Landes K\u00e4rnten finanziell bei ihren arbeitsplatzsichernden Fortbildungen, andererseits \u00fcber die komplement\u00e4r zum AMS hin ausgerichteten Qualifizierungsf\u00f6rderung f\u00fcr Besch\u00e4ftigte. Qualifizierung ist der Schl\u00fcssel f\u00fcr nachhaltige Arbeitsplatzsicherung. Zeitgleich sorgen wir mit unseren Strategien im Bereich der Wirtschaftsf\u00f6rderung f\u00fcr den Ausbau qualifizierter Arbeitspl\u00e4tze in K\u00e4rnten, um der Abwanderung entgegenzuwirken und unsere KMU gezielt bei Zukunftsthemenstellungen, von Digitalisierung, \u00fcber Innovation bis hin zu nachhaltigen Produktionsformen, zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><em>Im Bereich des Schutzes der Naturlandschaft, der Umwelt und des Klimas?<\/em><strong><br \/>\n<\/strong><em>Schutz der Naturlandschaft:<br \/>\n<\/em><strong>SP\u00d6:<\/strong> Landesweit sind derzeit 24,14 Prozent der Fl\u00e4che K\u00e4rntens unter Schutz gestellt. Die k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichte \u00d6sterreichische Biodiversit\u00e4tsstrategie 2030+ sieht u. a. vor, 30 Prozent der Landesfl\u00e4che nachhaltig zu sch\u00fctzen. K\u00e4rnten ist auf einem guten Weg, dieses Ziel zu erreichen. Wir setzen bei der Naturschutz-Arbeit schwerpunktm\u00e4\u00dfig auf die F\u00f6rderung extensiver und naturnaher Bewirtschaftung der unter Schutz stehenden Fl\u00e4chen. Neben dem Vertragsnaturschutz ist weiters die F\u00f6rderung von Grundank\u00e4ufen zur langfristigen Fl\u00e4chensicherung f\u00fcr Naturschutz-Zwecke f\u00fcr die SP\u00d6 wesentlich \u2013 auch, um in K\u00e4rnten mittlerweile seltene Tier- und Pflanzenarten besser zu sch\u00fctzen. Durch gezielte Wiederansiedelungsma\u00dfnahmen konnten beispielsweise stark gef\u00e4hrdete Arten wie die Deutsche Tamariske und der Zwerg-Rohrkolben vor dem Aussterben bedroht werden. Im Naturpark Dobratsch bei M\u00fcllnern wurde ein Sandbiotop angelegt, um damit einen unverzichtbaren Lebensraum f\u00fcr seltenste Tier-, Insekten- und Pflanzenarten zu schaffen. Die Leitart dieses Biotops ist die Kiefernsaateule, eine Schmetterlingsart, die ein Kleinod f\u00fcr K\u00e4rnten darstellt. Sie ist vollst\u00e4ndig gesch\u00fctzt und in der Roten Liste der gef\u00e4hrdeten Tierarten K\u00e4rntens als ,vom Aussterben bedroht\u2018 eingestuft. Der Erhalt dieses Standortes bei M\u00fcllnern ist deshalb so wichtig, weil es kaum noch Lebensr\u00e4ume f\u00fcr diese seltene Falterart, die ein sandiges Umfeld ben\u00f6tigt, gibt.<br \/>\nAuf Basis der \u00d6sterreichischen Biodiversit\u00e4tsstrategie 2030+ wollen wir in der n\u00e4chsten Legislaturperiode eine eigene K\u00e4rntner Biodiversit\u00e4tsstrategie erarbeiten. F\u00fcr den Schutz unserer Natur- und Kulturlandschaft zentral ist eine weiterhin positive Entwicklung der K\u00e4rntner Parke, die u. a. auch durch grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit weiter forciert werden soll.<br \/>\nDer Schutz der Landschaft darf auch beim Erneuerbaren-Ausbau nicht vergessen werden. Daher gibt es auch folgende SP\u00d6-Priorisierung bei Photovoltaik: D\u00e4cher und Fassaden, Deponien und bereits versiegelte Fl\u00e4chen vor Freifl\u00e4chen.<\/p>\n<p><em>Umweltschutz:<br \/>\n<\/em><strong>SP\u00d6:<\/strong> Im Umwelt-Bereich gilt es, das umfangreiche Monitoring von Luft, Wasser (inklusive Seen und Flie\u00dfgew\u00e4sser) und B\u00f6den weiter nach dem neuesten Stand der Technik auszubauen. Im Abfall-Bereich ist alles zu tun, um wertvolle Ressourcen zu schonen und weniger gef\u00e4hrliche Abf\u00e4lle zu verursachen. Abfallwirtschaft muss als Kreislaufwirtschaft verstanden werden \u2013 nach der Devise Abfall-Vermeidung vor Verwertung und vor Entsorgung. Dies gelingt nur gemeinsam mit der Bev\u00f6lkerung, weshalb hier die bewusstseinsbildenden Ma\u00dfnahmen weiter verst\u00e4rkt werden sollen (ab dem Kleinkind-Alter).<br \/>\nIn den letzten Jahren konnte die Luftg\u00fcte vor allem durch den Ausbau der erneuerbaren Fernw\u00e4rme in K\u00e4rnten stark verbessert werden (u. a. auch viel weniger Feinstaub). Es gilt nun, bestehende Fernw\u00e4rme-Bereiche weiter auszubauen und zu verdichten.<\/p>\n<p><em>Klimaschutz:<br \/>\n<\/em><strong>SP\u00d6:<\/strong> Die SP\u00d6 K\u00e4rnten steht f\u00fcr ehrliche, sozial vertr\u00e4gliche Klimapolitik. Das bedeutet, es geht um soziale Gerechtigkeit und nicht um \u201ekoste es, was es wolle\u201c. Es d\u00fcrfen nicht viele f\u00fcr die S\u00fcnden von wenigen zahlen \u2013 das Verursacherprinzip muss Beachtung finden. Um unser Ziel, Klimaneutralit\u00e4t 2040, zu erreichen, arbeiten wir im Rahmen der Klima-Agenda mit der Klimastudie und in weiterer Folge mit der Klimastrategie, aber auch mit dem K\u00e4rntner Energiemasterplan auf fundierter wissenschaftlicher Basis.<br \/>\nAm vordringlichsten ist in diesem Bereich, dass wir die CO2-Emissionen in den Sektoren Verkehr und W\u00e4rme weiter senken. Dies soll durch Anreize geschehen und nicht durch Verbote. Im W\u00e4rmebereich sind das treffsichere, attraktive F\u00f6rderungen, um komplett aus fossilen Brennstoffen auszusteigen. Im Verkehrsbereich ist es der weitere Ausbau des \u00f6ffentlichen Verkehrs (plus Angebotserweiterung, Taktverdichtung), sodass dieser f\u00fcr die Menschen in K\u00e4rnten attraktiver wird als das Auto.<br \/>\nUnd es geht nat\u00fcrlich um den kontinuierlichen Ausbau erneuerbarer Energien laut K\u00e4rntner Energiemasterplan, um den f\u00fcr K\u00e4rnten optimalen Energie-Mix weiter umzusetzen. Dabei setzen wir ebenfalls auf attraktive, langfristige F\u00f6rderungen, um die Menschen in die Lage zu versetzen, Teil der L\u00f6sung zu sein. Damit muss aber auch eine Ausbau-Offensive der Netz-Infrastruktur einhergehen. Zum K\u00e4rntner Energiemasterplan darf angemerkt werden, dass dieser laufend evaluiert und an ver\u00e4nderte Rahmenbedingungen angepasst wird. Klimaschutz funktioniert nur gemeinsam, niemand darf zur\u00fcckgelassen werden!<\/p>\n<p><em>Im Bereich der sozialen Gerechtigkeit und der Erhaltung des Wohlstands?<br \/>\n<\/em><strong>SP\u00d6:<\/strong> Erg\u00e4nzend zur Antwort auf die Frage 1: Wenn wir seitens der SP\u00d6 K\u00e4rnten den Menschen versichert \u201eImmer an deiner Seite\u201c zu sein, dann bedeutet das zu allererst, soziale Schieflagen auszugleichen, soziale Gerechtigkeit zu schaffen und Wohlstand zu sichern. Das tun wir vor allem mit Unterst\u00fctzungsleistungen, die rechtliche Verl\u00e4sslichkeit haben und keine Almosen f\u00fcr Bittsteller sind. Unter anderem passen wir daf\u00fcr jedes Jahr unsere Sozialleistungen, wie etwa die Wohnbeihilfe, der Inflation an, und erh\u00f6hen unsere Zusch\u00fcsse, Beispiel Heizkostenzuschuss. Ganz wesentlich ist, dass wir auch dem Mittelstand unter die Arme greifen \u2013 und genau das tun wir mit unseren Ma\u00dfnahmen, die vor allem in der Teuerungswelle soziale Sicherheit gew\u00e4hrleisten. Soziale Gerechtigkeit ist als fl\u00e4chendeckendes Vorhaben zu sehen, das keinen Bereich unseres Lebens ausl\u00e4sst! Das reicht vom Projekt \u201eJunges Wohnen\u201c \u00fcber Mietzinsobergrenzen bis zum K\u00e4rntner Kinderstipendium, mit dem sich Eltern aktuell bis zu 3000 Euro pro Jahr und pro Kind an Kinderbetreuungskosten sparen. Und es reicht vom K\u00e4rnten Bonus Plus 2023 in H\u00f6he von 600 Euro f\u00fcr rund 70.000 anspruchsberechtigte Haushalte, \u00fcber die F\u00f6rderung neuer Formen der Erwerbsarbeit bis zur weiteren Absenkung der Selbstbehalte f\u00fcr Mobile Dienste.<\/p>\n<p><em>Im Bereich von Bildung und Arbeitsplatzsicherung?<br \/>\n<\/em><strong>SP\u00d6:<\/strong> Wir machen den Kindergartenbesuch f\u00fcr alle gratis, verkleinern Gruppen &amp; erh\u00f6hen die Geh\u00e4lter der P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen. Damit &amp; mit dem Ausbau der Ganztagesschulangebote erh\u00f6hen wir die Zukunftschancen unserer Kinder &amp; verbessern die Vereinbarkeit von Familie &amp; Beruf. Wir werden Kooperationen mit der Wirtschaft \u2013 wie Industrie-HAK, Chemie-HTL, Lehre mit\/nach Matura, Lehre und Studium \u2013 vorantreiben. Die Uni Klagenfurt wird neue Studienf\u00e4cher anbieten &amp; gemeinsam mit PH, FH, GMPU K\u00e4rnten als Bildungsland international positionieren.<\/p>\n<p><em>Welche Haltung nimmt ihre Partei gegen\u00fcber Heimat- und Traditionsverb\u00e4nden ein, die sich der Pflege des Landespatriotismus und der Traditionen von Abwehrkampf und Volksabstimmung verpflichtet f\u00fchlen?<br \/>\n<\/em><strong>SP\u00d6:<\/strong> Wir beobachten seit mehr als zehn Jahren einen deutlichen Sinneswandel in der Politik der Heimat- und Traditionsverb\u00e4nde, der zu einer allgemeinen Klimaverbesserung im Verh\u00e4ltnis unserer Volksgruppen gef\u00fchrt hat. Heute wird ein wertsch\u00e4tzender Diskurs, der vor allem durch die Dialogbereitschaft des ehemaligen KHD-Obmanns Josef Feldner und des Obmanns des Slowenischen Zentralverbandes, Marjan Sturm, vorangetrieben wurde, als Basis eines gelungenen Vers\u00f6hnungsprozesses begriffen. Auf diese Entwicklung k\u00f6nnen wir alle stolz sein, wie auch die Feiern zum 100. Jahrestag der Volksabstimmung gezeigt haben: entsprechend positiv und anerkennend ist auch unsere Haltung zu den Heimatverb\u00e4nden.<\/p>\n<p><em>Wie beurteilen sie das gemeinsame Gedenken f\u00fcr alle Opfer von Krieg, Diktatur und Gewalt auf K\u00e4rntner Boden?<br \/>\n<\/em><strong>SP\u00d6:<\/strong> Gemeinsames Gedenken der Opfer dieser Barbarei verbindet uns \u00fcber Generationen hinweg. Es hilft uns, die bis heute nachwirkenden Traumata zu \u00fcberwinden und unsere Gesellschaft nach den zivilisatorischen Prinzipien gegenseitiger Achtung, Hilfe und Solidarit\u00e4t auszurichten.<\/p>\n<p><em>Wie stehen Sie zur Verst\u00e4ndigungs- und Vers\u00f6hnungsarbeit der Heimatverb\u00e4nde in Bezug auf die K\u00e4rntner Minderheitenfrage und Volksgruppenpolitik?<br \/>\n<\/em><strong>SP\u00d6:<\/strong> Wie bereits angedeutet, habe ich h\u00f6chsten Respekt davor: Ich halte den Beitrag der Heimatverb\u00e4nde zur Beilegung des Volksgruppenkonfliktes als eine der herausragenden Leistungen in der Geschichte unseres Bundeslandes und der Zweiten Republik. Das politische und gesellschaftliche Klima in K\u00e4rnten hat sich dadurch in einem Ausma\u00df verbessert, das nun nach und nach sicht- und sp\u00fcrbar wird \u2013 auch auf wirtschaftlicher, kultureller und vor allem zwischenmenschlicher Ebene.<\/p>\n<p><em>Welche Ma\u00dfnahmen wollen Sie zur Erhaltung der historisch gewachsenen K\u00e4rntner Identit\u00e4t setzen, der unverzichtbarer Teil auch die slowenische Sprache und Kultur ist?<br \/>\n<\/em><strong>SP\u00d6:<\/strong> Identit\u00e4ten manifestieren und erhalten sich in erster Linie durch das Selbstverst\u00e4ndnis und die kulturelle Selbstvergewisserung der Menschen, die sie mit Leben erf\u00fcllen. Die Politik kann und soll dies durch die Bereitstellung angemessener finanzieller Rahmenbedingungen erm\u00f6glichen \u2013 das tun wir bereits und werden es werden es auch weiter tun.<\/p>\n<p><em>Welche Ma\u00dfnahmen wollen Sie hink\u00fcnftig zur Erhaltung und St\u00e4rkung der Friedensregion Alpen Adria setzen?<br \/>\n<\/em><strong>SP\u00d6:<\/strong> Seit der Gr\u00fcndung der Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria und auch im Rahmen der 2013 neu entstandenen Alpen-Adria-Allianz darf jedes gemeinsame Projekt, das Menschen aus diesem Raum zusammenbringt, als vorbereitende Friedensarbeit verstanden werden.<br \/>\nGegenw\u00e4rtig steht die Alpen-Adria-Allianz unter dem Vorsitz des Landes Steiermark, welches im Rahmen seiner Au\u00dfenkontakte einen klaren Westbalkan-Schwerpunkt verfolgt. Eine Aufnahme der serbischen Autonomen Provinz Vojvodina in die Alpen-Adria-Allianz wir in diesem Rahmen angestrebt, was nat\u00fcrlich auch hinsichtlich der Freidensarbeit positive Effekte zeitigen k\u00f6nnte.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus besch\u00e4ftigen sich unterschiedliche zivilgesellschaftliche Initiativen, besonders jene von Prof. Werner Wintersteiner (er lehrte an der Alpen-Adria Universit\u00e4t Klagenfurt) explizit mit Friedensarbeit im Alpen-Adria-Raum.<\/p>\n<p><em>Welche Projekte w\u00fcrden sie im Sinne von \u201esenza confini\u201c in den kommenden Jahren initiieren?<br \/>\n<\/em><strong>SP\u00d6:<\/strong> Die Bedeutung von Europa auch f\u00fcr K\u00e4rnten steht au\u00dfer Streit. Es ist Aufgabe des Landes K\u00e4rnten, Europa in diesen entscheidenden Zeiten mitzugestalten und K\u00e4rntens Stimme in Europa immer lauter werden zu lassen. Nur so kann das Land K\u00e4rnten dar\u00fcber mitentscheiden, dass wir auch k\u00fcnftig in einem friedvollen Europa leben k\u00f6nnen \u2013 in einem Europa, in dem Innovation, Forschung und Entwicklung, wirtschaftlicher Fortschritt und soziale Gerechtigkeit herrschen. So wurden die bestehenden Kooperationen mit der Autonomen Region Friaul-Julisch-Venetien, sp\u00e4ter dann trilateral gemeinsam mit der Region Veneto, im Europ\u00e4ischen Verbund f\u00fcr Territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) Senza Confini institutionell gefestigt. K\u00e4rnten wird durch den EVTZ Geopark Karawanken gemeinsam mit Slowenien bald einen zweiten EVTZ haben. Die Euregio hat sich zudem zu einer wichtigen Database f\u00fcr die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit entwickelt. Gleichzeitig wird sich die Euregio durch Kooperationen mit den Wirtschafts- und Arbeiterkammern, zuk\u00fcnftig auch st\u00e4rker sozialpartnerschaftlich aufstellen. Neben der Kooperation auf regionaler Ebene durch den EVTZ wird zuk\u00fcnftige die verst\u00e4rkte Zusammenarbeit der lokalen Ebene die Gemeinsamkeiten in den Vordergrund r\u00fccken. Erste Schritte dazu wurden mit der Einrichtung der von der lokalen Bev\u00f6lkerung getragenen Initiativen (CLLD-Regionen) gesetzt.<br \/>\nFokus in der Projektentwicklung liegt auch in den kommenden Jahren in dem Beriechen:<\/p>\n<ul>\n<li>Mobilit\u00e4t: \u00d6ffentliche Verkehre funktionieren grenz\u00fcberschreitend noch nicht reibungslos. Verbesserungen der grenz\u00fcberschreitenden Verkehre tragen auch dazu bei dem demographischen Wandel entgegenzuwirken und der gemeinsame Wirtschaftsraum wird gest\u00e4rkt werden. Da gibt es mehrere Projekte, die abgestimmt miteinander ein Netz ergeben.<\/li>\n<li>Ma\u00dfnahmen zur Erhaltung und St\u00e4rkung der Friedensregion im Sinne von V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung und Kooperation.<\/li>\n<li>Austausch der Jugendlichen forcieren um die Nachbarsprache zu lernen und den Zusammenhalt zu st\u00e4rken.<\/li>\n<li>Wirtschaftliche Verbindungen intensivieren und Kooperation st\u00e4rken.<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Welche M\u00f6glichkeiten sehen sie im Hinblick auf die Abschaltung und Sicherung des Kernkraftwerkes Krsko?<br \/>\n<\/em><strong>SP\u00d6:<\/strong> Am 16.01.2023 erteilte das SI Umweltministerium die Umweltgenehmigung f\u00fcr die Laufzeitverl\u00e4ngerung des KKW Kr\u0161ko um 20 Jahre bis 2043. Damit ist die Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung (UVP) abgeschlossen. Diese Entscheidung der slowenischen Beh\u00f6rden ist absolut entt\u00e4uschend und aus Sicht unserer Kinder und Enkelkinder schwer nachvollziehbar. Die Entscheidung f\u00fcr eine Laufzeitverl\u00e4ngerung dieses Reaktors, der unweit unserer Grenze direkt auf einer Erdbebenlinie steht, und der in der Vergangenheit schon f\u00fcr mehr als eine Schrecksekunde gesorgt hat, entspricht in keinster Weise einer verantwortungsbewussten Energiepolitik der Zukunft. Ich h\u00e4tte mir erwartet, dass Slowenien genausoviel Energie in \u00dcberlegungen f\u00fcr den Ausbau erneuerbarer Energie, bei denen K\u00e4rnten als Europameister, gerne mit seinem Know How und Rat und Tat zur Seite steht, steckt, wie in seine Bem\u00fchungen, den Betrieb diese Uralt-AKWs koste es was es wolle weiter zu verl\u00e4ngern. Von der \u00d6sterreichischen Bundesregierung erwarte ich mir jetzt ein klares und geschlossenes Auftreten. Slowenien m\u00fcsste gemeinsam mit Miteigent\u00fcmer Kroatien verbindlich einen Plan vorlegen, wie sie die Atomkraft schnellstm\u00f6glich ersetzen werden.<\/p>\n<p><em>Wie stehen sie zum Dialog einstiger Gegner der politischen und kriegerischen Konflikte des 20. Jahrhunderts?<br \/>\n<\/em><strong>SP\u00d6:<\/strong> Es ist, besonders mit Blick auf die laufenden Ereignisse in der Ukraine, ein Trost f\u00fcr manche an der menschlichen Vernunft (ver-)zweifelnden Zeitgenossen, dass selbst erbitterte Feinde den Weg zur\u00fcck zum Frieden finden k\u00f6nnen: nichts Anderes ist ja der Sinn des Zwiegespr\u00e4ches, des Dialogs. Wir haben das in unserer Heimat, in unserer Geschichte erlebt. Selbst wer den Krieg nicht kennt, kann ermessen, wie kostbar unser Frieden und wie wertvoll die F\u00e4higkeit zum Dialog ist.<\/p>\n<p><em>Welche M\u00f6glichkeiten sehen sie f\u00fcr die alt\u00f6sterreichischen Rest-Volksgruppe deutscher Muttersprache in Slowenien Volksgruppenrechte zu erlangen?<br \/>\n<\/em><strong>SP\u00d6:<\/strong> Wir unterst\u00fctzen diese Volksgruppe in Slowenien bereits jetzt \u2013 wie auch die der deutsch sprechende Minderheit im heutigen Rum\u00e4nien \u2013 im Rahmen unserer finanziellen M\u00f6glichkeiten aus den Budgetmitteln des im Amt angesiedelten Volksgruppenb\u00fcros. Ich betone bei jedem Gespr\u00e4ch mit meinen slowenischen Amtskollegen, dass wir f\u00fcr die deutsch sprechende Volksgruppe in Slowenien die gleichen Rechte fordern wie jene, die f\u00fcr unsere slowenische Volksgruppe in K\u00e4rnten gelten.\u00a0 Wir werden uns weiter um Verbesserungen bem\u00fchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die SP\u00d6 antwortet auf die Fragen des K\u00e4rntner Heimatdienst Welche Ma\u00dfnahmen sind f\u00fcr ihre Partei in der n\u00e4chsten Legislaturperiode des K\u00e4rnten Landtages am vordringlichsten um das Wohl des Landes und seiner B\u00fcrger sicherzustellen? SP\u00d6: In der kommenden Legislaturperiode machen wir den Kindergartenbesuch f\u00fcr alle gratis, verkleinern schrittweise Gruppen und erh\u00f6hen die Geh\u00e4lter der P\u00e4dagoginnen und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1088,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false},"categories":[1],"tags":[16,79,50,80],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.khd.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1086"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.khd.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.khd.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.khd.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.khd.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1086"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.khd.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1086\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1108,"href":"https:\/\/www.khd.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1086\/revisions\/1108"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.khd.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1088"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.khd.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1086"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.khd.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1086"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.khd.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1086"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}