{"id":1091,"date":"2023-02-23T12:46:08","date_gmt":"2023-02-23T11:46:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.khd.at\/?p=1091"},"modified":"2023-02-23T13:08:48","modified_gmt":"2023-02-23T12:08:48","slug":"wir-muessen-jungen-menschen-werte-und-perspektiven-vermitteln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.khd.at\/index.php\/wir-muessen-jungen-menschen-werte-und-perspektiven-vermitteln\/","title":{"rendered":"FP\u00d6: &#8220;Wir m\u00fcssen jungen Menschen Werte und Perspektiven vermitteln&#8221;"},"content":{"rendered":"<h1>Die FP\u00d6 antwortet auf die Fragen des K\u00e4rntner Heimatdienst<\/h1>\n<p><em>Welche Ma\u00dfnahmen sind f\u00fcr Ihre Partei in der n\u00e4chsten Legislaturperiode des K\u00e4rntner Landtags am vordringlichsten, um das Wohl des Landes und seiner B\u00fcrger sicherzustellen?<\/em> <strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><em>Im Bereich des Schutzes der Naturlandschaft, der Umwelt und des Klimas?<\/em><strong><br \/>\nFP\u00d6: <\/strong>Wichtig ist, dass alle Ma\u00dfnahmen der Energie- und Umweltpolitik immer unter sozial und wirtschaftlich vertr\u00e4glichen Gesichtspunkten stattfinden. Grunds\u00e4tzlich m\u00fcssen wir in K\u00e4rnten die bestehenden Ressourcen, wie Wasserkraft und Biomasse, verst\u00e4rkt nutzen sowie zus\u00e4tzlich auf die Sonne setzen. Zum Schutz der Natur und unserer Almen sprechen wir uns gegen Chaletd\u00f6rfer, Zweitwohnsitz- und Windradprojekte in der unber\u00fchrten Natur und auf unber\u00fchrten Almen aus. Gleichzeitig muss aber eine touristische und wirtschaftliche Nutzung und Entwicklung von bereits bewirtschafteten Gebieten m\u00f6glich sein.<\/p>\n<p><em>Im Bereich der sozialen Gerechtigkeit und der Erhaltung des Wohlstands?<\/em><br \/>\n<strong>FP\u00d6: <\/strong>Zum Erhalt unseres Wohlstandes m\u00fcssen wir jungen Menschen einerseits grundlegende Werte aber auch Perspektiven vermitteln, andererseits muss klar sein, dass es ohne Leistung keinen Wohlstand geben kann. Sicher ist auch, dass die illegale Migration in unser Sozialsystem den Wohlstand auf Dauer nicht sichert, sondern gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p><em>Im Bereich der Erhaltung und St\u00e4rkung des Wirtschaftsstandortes?<\/em><br \/>\n<strong>FP\u00d6: <\/strong>Einerseits m\u00fcssen wir daf\u00fcr sorgen, dass sich Leistung f\u00fcr jeden arbeitenden Menschen in K\u00e4rnten endlich wieder lohnt, andererseits braucht es speziell f\u00fcr junge Menschen Anreize. Deshalb m\u00fcssen wir einen attraktiven Lebensraum schaffen, der die Nachfrage im Hinblick auf Arbeitspl\u00e4tze, Wohnraum und die M\u00f6glichkeit, sich in K\u00e4rnten ein Standbein aufzubauen, abdeckt. Dazu geh\u00f6ren auch Bildungsangebote und Leistungen wie der Gratis-Kindergarten.<\/p>\n<p><em>Im Bereich von Bildung und Arbeitsplatzsicherung?<\/em><br \/>\n<strong>FP\u00d6: <\/strong>Um dem Arbeitskr\u00e4ftemangel zu begegnen, braucht es bildungspolitische Ma\u00dfnahmen, gezielte Neuerungen in der Lehrlingsausbildung sowie im Bereich der Unternehmen selbst. Mit der Einrichtung einer Medizin-Universit\u00e4t f\u00fcr K\u00e4rnten \u2013 gegen den \u00c4rztemangel \u2013 sowie der Aufwertung der Lehre \u2013 u.a. durch Einf\u00fchrung einer Lehrabschlusspr\u00e4mie \u2013 k\u00f6nnten wir zu einer Kehrtwende beitragen. Bisher beinahe unangetastet ist auch das Potential der \u00e4lteren Generation. Mit unserem Antrag 60 plus setzen wir uns daf\u00fcr ein, dass Pensionisten, die arbeiten m\u00f6chten, dies auch k\u00f6nnen, ohne Abschl\u00e4ge.<\/p>\n<p><em>Welche Haltung nimmt Ihre Partei gegen\u00fcber den K\u00e4rntner Heimat- und Traditionsverb\u00e4nden ein, die sich der Pflege des Landespatriotismus und der Traditionen von Abwehrkampf und Volksabstimmung verpflichtet f\u00fchlen?<\/em><br \/>\n<strong>FP\u00d6: <\/strong>Solche Verb\u00e4nde sind wichtig, um Werte und grundlegendes Wissen \u00fcber Heimat und Geschichte zu bewahren, zu vermitteln und aufleben zu lassen. Als untragbaren Zustand empfinden wir es, dass beispielsweise im Landesmuseum K\u00e4rnten der K\u00e4rntner Abwehrkampf komplett ausgespart wurde und es dort keine entsprechende Ausstellung dazu gibt.\u00a0<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><em>Wie beurteilen Sie das gemeinsame Gedenken f\u00fcr alle Opfer von Krieg, Diktatur und Gewalt auf K\u00e4rntner\/Boden?<\/em><strong><br \/>\nFP\u00d6: <\/strong>Ein gemeinsames Gedenken empfinden wir als richtig und wichtig, weil es wesentlich ist, die K\u00e4rntner Geschichte zu kennen und darauf hinzuweisen, dass es diese Zeiten gegeben hat. Damit schaffen wir auch das Bewusstsein, alles daf\u00fcr zu tun, damit wir solche Zeiten nie wieder erleben m\u00fcssen.<\/p>\n<p><em>Wie stehen Sie zur Verst\u00e4ndigungs- und Vers\u00f6hnungsarbeit der Heimatverb\u00e4nde in Bezug auf die K\u00e4rntner Minderheiten-Frage und Volksgruppen-Politik?<\/em><strong><br \/>\n<\/strong><strong>FP\u00d6: <\/strong>In dieser Hinsicht wurde sehr viel unternommen. Die slowenische Volksgruppe in K\u00e4rnten ist nachweislich eine der bestgef\u00f6rderten Minderheiten in Europa. Wesentlich dabei ist zu beachten, dass s\u00e4mtliche Ma\u00dfnahmen nicht \u00fcberzogen werden und am Ende ins Negative umschlagen. W\u00fcnschenswert w\u00e4re es, dass auch unsere Nachbarl\u00e4nder derart agieren und die deutschsprachige Volksgruppe in Slowenien ebenfalls anerkannt werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p><em>Welche Ma\u00dfnahmen wollen Sie zur Erhaltung der historisch gewachsenen K\u00e4rntner Identit\u00e4t setzen, deren unverzichtbarer Teil auch die slowenische Sprache und Kultur ist?<\/em><strong><br \/>\n<\/strong><strong>FP\u00d6: <\/strong>Die F\u00f6rderung der Zweisprachigkeit in Kinderg\u00e4rten, Schulen und Musikschulen sowie die Unterst\u00fctzung von slowenischen Kultur- und Sportvereinen ist durch Bundes- und Landesgesetze so gut entwickelt, dass hier kein akuter Handlungsbedarf besteht.<\/p>\n<p><em>Welche Ma\u00dfnahmen wollen Sie k\u00fcnftig zur Erhaltung und St\u00e4rkung der Friedensregion Alpen Adria setzen?<\/em><strong><br \/>\n<\/strong><strong>FP\u00d6: <\/strong>Dazu geh\u00f6ren die Pflege und der Ausbau des kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenlebens \u00fcber die Grenzen hinweg. \u201eSenza confini\u201c muss der Grundgedanke sein, den schon der verstorbene Landeshauptmann J\u00f6rg Haider lebte, und mit dem zu einer wesentlichen St\u00e4rkung der Friedensregion beigetragen werden konnte.<\/p>\n<p><em>Welche Projekte w\u00fcrden Sie im Sinne von \u201esenza confini\u201c in den kommenden Jahren initiieren?<\/em><strong><br \/>\n<\/strong><strong>FP\u00d6: <\/strong>Die grenz\u00fcberschreitende F\u00f6rderung gemeinsamer Projekte von K\u00e4rnten, Slowenien und Italien ist durch Interreg und die Inanspruchnahme von EU-Geldern (EFRE-\u00a0Europ\u00e4ischer Fonds f\u00fcr regionale Entwicklung und den Koh\u00e4sionsfonds) gut organisiert. Das Ziel muss sein, dass K\u00e4rnten m\u00f6glichst viel Investitionen \u00fcber diese Fonds verwirklichen kann.<\/p>\n<p><em>Welche M\u00f6glichkeiten sehen Sie im Hinblick auf die Abschaltung oder Sicherung des Kernkraftwerks Krsko?<\/em><strong><br \/>\n<\/strong><strong>FP\u00d6: <\/strong>Um eine Abschaltung bzw. Sicherung des Kernkraftwerkes zu erreichen, braucht es wesentliche Ma\u00dfnahmen auf diplomatischer und politischer Ebene. Im Nationalrat wurden bereits entsprechende Antr\u00e4ge der FP\u00d6 eingebracht. Die vor kurzem beschlossene Laufzeitverl\u00e4ngerung des AKW ist ein schwerer Schlag f\u00fcr K\u00e4rnten. Das Atomkraftwerk m\u00fcsste sofort stillgelegt werden. Dazu br\u00e4uchte es einen massiven Widerstand der Bundesregierung und entsprechenden Einsatz in Br\u00fcssel.<\/p>\n<p><em>Wie stehen Sie zum Dialog einstiger Gegner der politischen und kriegerischen Konflikte des 20. Jahrhunderts?<\/em><strong><br \/>\n<\/strong><strong>FP\u00d6: <\/strong>Der vielleicht gr\u00f6\u00dfte Nutzen der EU liegt darin, dass der Dialog zwischen den Gegnern geradezu\u00a0selbstverst\u00e4ndlich geworden ist und viele junge Leute gar nicht mehr wissen, welche schreckliche tiefen Gr\u00e4ben es fr\u00fcher gegeben hat.<\/p>\n<p><em>Welche M\u00f6glichkeiten sehen Sie, f\u00fcr die alt\u00f6sterreichische Rest-Volksgruppe deutscher Muttersprache in Slowenien Volksgruppenrechte zu erlangen?<\/em><strong><br \/>\nFP\u00d6: <\/strong>Man muss in den Gespr\u00e4chen mit slowenischen Politikern mit mehr Nachdruck auf eines hinweisen: Der Staat Slowenien bleibt bei seinem Umgang mit der alt\u00f6sterreichischen Minderheit weit hinter europ\u00e4ischen Standards und noch weiter hinter dem Unterst\u00fctzungsniveau, das\u00a0\u00d6sterreich f\u00fcr\u00a0die slowenische Minderheit in K\u00e4rnten schafft, zur\u00fcck. Wenn sich das nicht rasch \u00e4ndert, wird es bald keine Alt\u00f6sterreicher in Slowenien mehr geben. Das w\u00e4re ein schwerer Verlust f\u00fcr die Vielfalt in Mitteleuropa.<br \/>\nIm Nationalrat wurde der Antrag betreffend \u201eAnerkennung der deutschsprachigen Volksgruppe in Slowenien\u201c (543\/A(E)) einstimmig beschlossen (<a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/gegenstand\/XXVII\/A\/543\">https:\/\/www.parlament.gv.at\/gegenstand\/XXVII\/A\/543<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die FP\u00d6 antwortet auf die Fragen des K\u00e4rntner Heimatdienst Welche Ma\u00dfnahmen sind f\u00fcr Ihre Partei in der n\u00e4chsten Legislaturperiode des K\u00e4rntner Landtags am vordringlichsten, um das Wohl des Landes und seiner B\u00fcrger sicherzustellen? Im Bereich des Schutzes der Naturlandschaft, der Umwelt und des Klimas? 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