{"id":1171,"date":"2023-06-14T12:01:51","date_gmt":"2023-06-14T10:01:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.khd.at\/?p=1171"},"modified":"2023-06-15T12:20:34","modified_gmt":"2023-06-15T10:20:34","slug":"kein-gedenken-nirgends","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.khd.at\/index.php\/kein-gedenken-nirgends\/","title":{"rendered":"&#8220;Kein Gedenken, nirgends?&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie den vollst\u00e4ndigen Artikel aus der &#8220;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&#8221; vom 27. Mai 2023:<\/p>\n<h2>Kein Gedenken, niergends?<\/h2>\n<h4>Das Massaker von Bleiburg war das gr\u00f6\u00dfte Kriegsverbrechen in Europa nach dem 8. Mai 1945. Die Opfer waren vor allem Kroaten. Doch der Umgang damit spaltet die kroatische Gesellschaft bis heute.<\/h4>\n<p><em>Von Michael Martens, Zagreb<\/em><\/p>\n<p>Bleiburg liegt im S\u00fcden des \u00f6sterreichischen Bundeslandes K\u00e4rnten und geh\u00f6rt mit weniger als 5000 Einwohnern wahrlich nicht zu den Orten, von denen man geh\u00f6rt haben muss. Dennoch ist der Name Bleiburg zumindest in Kroatien so gel\u00e4ufig, als sei die Kleinstadt nahe der Grenze zu Slowenien eine Millionenmetropole. Nach Wien ist Bleiburg vermutlich sogar der \u00f6sterreichische Ort, dessen Namen kroatische Medien am h\u00e4ufigsten nennen \u2013 zumindest jedes Jahr im Mai. Dann j\u00e4hrt sich n\u00e4mlich seit mehr als sieben Dekaden das gr\u00f6\u00dfte Verbrechen der europ\u00e4ischen Nachkriegsgeschichte.<\/p>\n<p>Oft hei\u00dft es, der V\u00f6lkermord von Srebrenica, bei dem Truppen unter Befehl des serbischen Kriegsverbrechers Ratko Mladi\u0107 im Juli 1995 mehr als 7000 bosnische Muslime t\u00f6teten, sei das gr\u00f6\u00dfte Massaker in Europa nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gewesen. Das trifft zu \u2013 allerdings nur dann, wenn man das Kriegsende in Europa nicht auf den Tag der deutschen Kapitulation am 8. Mai 1945 datiert. Denn der systematische Massenmord, dessen Geschichte am 15. Mai 1945 in Bleiburg begann und der sich \u00fcber mehrere Wochen hinzog, \u00fcbertrifft in seinen Ausma\u00dfen das Geschehen von Srebrenica deutlich.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in Europa offiziell Frieden herrschte, wurden bei der \u201eTrag\u00f6die von Bleiburg\u201c, wie sie in Kroatien oft genannt wird, Zehntausende Wehrlose von den jugoslawischen Partisanen des Josip Broz (\u201eTito\u201c) ermordet und in Massengr\u00e4bern in Slowenien sowie in Kroatien verscharrt. H\u00e4tte es damals schon ein internationales Kriegsverbrechertribunal f\u00fcr Jugoslawien gegeben, wie es sp\u00e4ter in Den Haag eingerichtet wurde, h\u00e4tte Tito dort als Oberbefehlshaber der T\u00e4ter und damit politisch Verantwortlicher f\u00fcr diese Verbrechen angeklagt werden m\u00fcssen. Legt man die Rechtsprechung des Tribunals zugrunde, w\u00e4re er dabei zu lebensl\u00e4nglicher Haft verurteilt worden.<\/p>\n<p>Doch 1945 galten andere Ma\u00dfst\u00e4be, zumindest f\u00fcr die Sieger des Zweiten Weltkrieges, zu denen Tito geh\u00f6rte. Im Mai 1945 waren Zehntausende Kroaten sowie mehrere Tausend Slowenen, Serben und Montenegriner vor den Partisanen nach K\u00e4rnten gefl\u00fcchtet, um sich dort den britischen Truppen zu ergeben. Unter den Fl\u00fcchtlingen waren viele \u201eUstascha\u201c \u2013 Anh\u00e4nger des kroatischen faschistischen Regimes, das zwischen 1941 und 1945 als Verb\u00fcndeter der Deutschen um die 350.000 Menschen ermordet hatte.<\/p>\n<p>Die Opfer der Ustascha waren vor allem Serben, Juden und Roma, aber auch kommunistisch gesinnte oder auf andere Weise politisch unliebsame Kroaten. Allein im kroatischen Konzentrationslager Jasenovac wurden laut weitgehendem Konsens der seri\u00f6sen Forschung mehr als 80.000 H\u00e4ftlinge get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Unter jenen, die sich nach Bleiburg gefl\u00fcchtet hatten, waren auch einstige Lageraufseher aus Jasenovac und andere Ustascha-T\u00e4ter. Von den Briten erhofften sie Schutz vor der Rache der Partisanen. Doch die Briten, die sich mit ihrem damaligen Verb\u00fcndeten Tito gut stellen wollten, schickten die Fl\u00fcchtlinge, auch Frauen und Kinder, nach Jugoslawien zur\u00fcck. F\u00fcr viele war es ein Gang in den Tod, sie wurden ohne Gerichtsprozess hingerichtet. Genaue Zahlen liegen nicht vor, da die T\u00e4ter im sozialistischen Jugoslawien fast ein halbes Jahrhundert lang Zeit hatten, ihre Spuren zu verwischen und jede Debatte \u00fcber die Verbrechen zu unterdr\u00fccken. Dennoch hat sich in der Forschung in den vergangenen Jahren ein Konsens \u00fcber die ungef\u00e4hre Opferzahl herausgebildet.<\/p>\n<p>Der nationalistische kroatische Historiker und sp\u00e4tere Staatspr\u00e4sident Franjo Tudjman hatte 1989 noch von\u00a0etwa 30.000 Get\u00f6teten geschrieben, die im Zuge der Bleiburger Trag\u00f6die umgekommen seien. Doch als er das schrieb, waren die Massengr\u00e4ber noch verschlossen. Inzwischen ist die Fachwelt einig, dass Tudjmans Zahl zu niedrig ist. Nach neuestem Stand der Forschung fielen mindestens 70.000 Menschen den Massent\u00f6tungen vom Mai und Juni 1945 zum Opfer. Die Leichen wurden in Karsth\u00f6hlen geworfen, in Panzergr\u00e4ben verscharrt oder in aufgegebene Bergwerke gebracht und eingemauert. Erst nach dem Zerfall Jugoslawiens konnte in Slowenien und Kroatien offen \u00fcber die Verbrechen gesprochen werden.<\/p>\n<p>Zeugen wagten sich an die \u00d6ffentlichkeit, einige T\u00e4ter erleichterten ihr Gewissen. Hunderte Massengr\u00e4ber wurden entdeckt. Auf die gr\u00f6\u00dfte Sch\u00e4delst\u00e4tte des jugoslawischen Kommunismus stie\u00df man im Jahr 1999 bei den Bauarbeiten f\u00fcr eine Autobahn in Tezno, einem Vorort von Maribor (Marburg). Allein in einem ehemaligen Panzergraben waren auf einer L\u00e4nge von 70 Metern fast 1200 Menschen verscharrt worden. Insgesamt sollen die Massengr\u00e4ber unweit der zweitgr\u00f6\u00dften Stadt Sloweniens die \u00dcberreste von fast 15.000 Opfern bergen. Die meisten waren Kroaten.<\/p>\n<p>Da es im sozialistischen Jugoslawien verboten war, Verbrechen der Partisanen auch nur zu erw\u00e4hnen \u2013 geschweige denn, ihrer \u00f6ffentlich zu gedenken \u2013, wurde Bleiburg, wo die Trag\u00f6die ihren Ausgang nahm, schon in den F\u00fcnfzigerjahren zu einem Ort der Erinnerung, an dem zumindest die Emigration zusammenkommen konnte. Unproblematisch war dieses Gedenken allerdings von Beginn an nicht. Der 1953 offiziell gegr\u00fcndete \u201eBleiburger Ehrenzug\u201c, der die Gedenkfeiern und den damit verbundenen Gottesdienst organisierte, war von ehemaligen Ustascha-K\u00e4mpfern gepr\u00e4gt, die selbst in die Verbrechen des faschistischen Regimes in Kroatien verstrickt waren.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Am Dienstag &#8211; Die Gegenwart:<\/strong> Noch immer halten die Kriegskinder das Binnenkollektiv Ost in ihrem Bann. Die j\u00fcngeren Generationen versuchen derweil, den Westen zum gro\u00dfen Buhmann zu machen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist bis heute die Krux an dem Gedenken: Alle Opfer von Bleiburg waren wehrlos \u2013 aber l\u00e4ngst nicht alle waren unschuldig. Allen widerfuhr grausames Unrecht, denn ihnen h\u00e4tte auch nach damaligem Recht eine Behandlung als Kriegsgefangene zugestanden. Dass viele der wehrlos Get\u00f6teten ihrerseits Wehrlose get\u00f6tet hatten, rechtfertigt nicht ihre Ermordung, geh\u00f6rt aber zum historischen Kontext. Dieser Kontext wurde bei den Gedenkfeiern in Bleiburg oft ausgeblendet. Die Toten wurden als \u201eM\u00e4rtyrer f\u00fcr das Kroatentum\u201c verharmlost, als tadellose Widerstandsk\u00e4mpfer gegen den Kommunismus. Ihre Geschichte wurde erz\u00e4hlt, als habe sie erst 1945 begonnen. Am Rande der Veranstaltung wurden T-Shirts mit Portr\u00e4ts des kroatischen Faschistenf\u00fchrers Ante Paveli\u0107 und \u00e4hnliche Devotionalien des Rechtsextremismus verkauft.<\/p>\n<p>Zwar war es unfair und ungenau, die Gedenkfeier in S\u00fcdk\u00e4rnten deshalb in ihrer Gesamtheit als \u201egr\u00f6\u00dftes Faschistentreffen Europas\u201c zu verunglimpfen, wie es einige Medien taten. Das wurde den vielen Familien nicht gerecht, die sich tats\u00e4chlich nur in stillem Gedenken an ihre ermordeten Angeh\u00f6rigen oder Vorfahren in Bleiburg einfanden. Eine rechtsradikale Instrumentalisierung des Treffens gab es aber durchaus \u2013 und die hat jenen Kr\u00e4ften geholfen, die am liebsten jegliches Gedenken an Bleiburg und andere Verbrechen von Titos Partisanen unterbinden m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Der rechtsradikale Einschlag des Bleiburger Treffens hatte n\u00e4mlich auch zur Folge, dass die zust\u00e4ndige Di\u00f6zese K\u00e4rnten der Gedenkveranstaltung im Jahr 2019 ihren Segen verweigerte. Die Messe bei Bleiburg werde politisch instrumentalisiert und sei Teil \u201eeines politisch-nationalen Rituals\u201c, das einer selektiven Deutung der Geschichte diene, hie\u00df es. Die Veranstaltung schade dem Ansehen der Kirche, k\u00f6nne gar die Unterstellung heraufbeschw\u00f6ren, die Di\u00f6zese lasse \u201edie entsprechende Distanz zu faschistischem Gedankengut vermissen\u201c, so die Begr\u00fcndung.<\/p>\n<p>In Kroatien jubelten Linke \u00fcber den kirchlichen Querschuss gegen das \u201eFaschistentreffen\u201c. Die kroatische Bischofskonferenz warf den katholischen Br\u00fcdern in K\u00e4rnten dagegen \u201eRespektlosigkeit gegen\u00fcber den Opfern\u201c vor. Das Au\u00dfenministerium in Zagreb bezeichnete die Behauptung, in Bleiburg werde der \u00a0Faschismus gefeiert, als \u201eemp\u00f6rende Unterstellung\u201c.<\/p>\n<p>In Kroatien stehen sich viele Menschen bei Debatten \u00fcber den Fall Bleiburg weiterhin in schroffer Unvers\u00f6hnlichkeit gegen\u00fcber. Es stellt sich die Frage, wie das kleine Land umgehen soll mit der Erinnerung an das gr\u00f6\u00dfte Massaker, das sich in Europa nach der deutschen Kapitulation ereignet hat. Die rechtsextreme Geschichtsklitterung ist nur eines der Probleme. Auch die Reaktionen des linken Spektrums werfen Fragen auf. Wenden sich bestimmte Kreise wirklich nur deshalb gegen ein Bleiburg-Gedenken, weil es in der Vergangenheit oft von rechtsextremen Verzerrungen und Verharmlosungen begleitet war? Oder wollen sie grunds\u00e4tzlich nicht, dass an \u201elinke\u201c Verbrechen der jugoslawischen Partisanen erinnert wird? Wollen sie verhindern, dass das Bild des strahlenden Partisanenhelden Tito mit dem Blut beschmiert wird, das in seinem Namen vergossen wurde? Wollen sie die Erinnerungen an die Verbrechen aus der Fr\u00fchzeit von Titos Herrschaft aus der europ\u00e4ischen Ged\u00e4chtniskultur heraushalten? Soll es hei\u00dfen: Kein Gedenken, nirgends?<\/p>\n<p>Der kroatische Schriftsteller und Kolumnist Miljenko Jergovi\u0107, dessen politische Haltung sich schwer auf einen Nenner bringen l\u00e4sst, der aber mit Sicherheit kein Rechter ist, unterscheidet im Gespr\u00e4ch zwischen den Ereignissen von 1945 und der Erinnerung daran. Was in Bleiburg und in Jugoslawien im Mai und Juni 1945 geschah, nennt er ein \u201eMassenverbrechen\u201c und eine \u201eschreckliche Rache\u201c der Partisanen. \u201eAber woran wird auf dem Bleiburger Feld selbst erinnert?\u201c, fragt er und antwortet sich selbst: Seit den F\u00fcnfziger- und Sechzigerjahren h\u00e4tten dort, mit freundlicher Duldung der \u00f6sterreichischen Beh\u00f6rden, Rechtsextremisten des faschistischen Ustascha-Regimes gedacht. Den Ausrichtern des Gedenkens sei es nie um historische Tatsachen gegangen. \u201eSie interessierten sich nie f\u00fcr die Wahrheit \u00fcber Bleiburg, auch nicht f\u00fcr die Kolonnen, die vom Bleiburger Feld nach Jugoslawien zur\u00fcckkehrten. Sie interessieren sich nicht f\u00fcr die Opfer, f\u00fcr ihre Zahl, auch nicht f\u00fcr die Orte und Umst\u00e4nde ihres Leidens.\u201c Stattdessen sei es ihnen darum gegangen, den Diktator Paveli\u0107 und seine Ustascha als gut, Tito und die Partisanen aber als b\u00f6se darzustellen: \u201eBleiburg war weder vor noch nach 1990 ein Ort des Gedenkens an die Opfer.\u201c<\/p>\n<p>Zugleich verurteilt der bekannteste Schriftsteller Kroatiens die Versuche, das Verbrechen zu relativieren. Der fr\u00fchere kroatische Pr\u00e4sident und vormalige jugoslawische Sozialist Stjepan Mesi\u0107 hat zur Causa Bleiburg 2008 einen bis heute umstrittenen Satz gesagt: \u201eKein einziges Opfer im Konzentrationslager Jasenovac hatte Verantwortung f\u00fcr die Opfer in Bleiburg, allerdings waren viele Opfer von Bleiburg verantwortlich f\u00fcr die Opfer in Jasenovac.\u201c Dieser Satz habe ihm nie gefallen, sagt Jergovi\u0107. \u201eAuf etwas subtilere Weise rechtfertigt er ein Verbrechen mit einem anderen. Ich verstehe nicht, warum man das tun sollte.\u201c<\/p>\n<p>Martina Grahek Ravan\u010di\u0107, Historikerin am kroatischen Institut f\u00fcr Geschichte in Zagreb, hat ein in Kroatien viel beachtetes Buch \u00fcber das Blutvergie\u00dfen von Bleiburg geschrieben. Es treffe zu, sagt sie, dass es in der Fl\u00fcchtlingskolonne nach \u00d6sterreich und dann in der Gefangenenkolonne auf dem R\u00fcckweg nach Jugoslawien viele gab, die sich an Verbrechen der Ustascha-Diktatur beteiligt hatten. Seri\u00f6se Historiker in Kroatien bezweifelten dies nicht. Doch hatten die Gefangenen auch nach damaligem Recht Anspruch auf ein Gerichtsverfahren. Stattdessen gab es Massenerschie\u00dfungen. \u201eEs war vielleicht nicht realistisch zu erwarten, dass alle vor Gericht gestellt werden, und es ist klar, dass jedes Kriegsende von Rache begleitet ist \u2013 aber der Zeitrahmen, die Opferzahl und die programmatische Umsetzung der Liquidationen in mehreren Etappen deuten darauf hin, dass es nicht nur um Rache ging.\u201c<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich sind die Beweise \u00fcberw\u00e4ltigend, dass es sich bei \u201eBleiburg\u201c nicht um vereinzelte spontane Racheakte der Partisanen handelte, wie es sp\u00e4ter mitunter heruntergespielt wurde. Alles deutet vielmehr auf eine systematische, von oben angeordnete Menschenvernichtungsaktion der siegreichen Partisanen an ihren gefangenen Gegnern hin.<\/p>\n<p>Eine sachliche Debatte dar\u00fcber ist jedoch bis heute schwierig in Kroatien. \u201eWeder die extreme Rechte noch die extreme Linke tragen zur L\u00f6sung dieses Problems bei. Keiner von ihnen interessiert sich wirklich f\u00fcr die Geschehnisse im Mai 1945, und mit ihrem Verhalten zeigen sie keinerlei menschlichen Respekt vor den Opfern\u201c, sagt Grahek Ravan\u010di\u0107. F\u00fcr viele sei \u201eBleiburg\u201c nur ein politischer Raum zur Verteidigung ihrer Weltanschauung: \u201eSie sind fest davon \u00fcberzeugt, dass nur sie das Monopol auf die Wahrheit haben und nur ihre Haltung richtig ist.\u201c<\/p>\n<p>Erschwert wird die Debatte dadurch, dass die T\u00e4ter von Bleiburg nie zur Rechenschaft gezogen wurden. Es gab kein N\u00fcrnberg f\u00fcr die Verbrechen des Kommunismus. Dabei h\u00e4tte man einige T\u00e4ter noch anklagen k\u00f6nnen, so Grahek Ravan\u010di\u0107. Man wisse, welche milit\u00e4rischen Einheiten an den Verbrechen beteiligt waren, auch die Befehlskette sei bekannt. Dennoch musste keiner der T\u00e4ter je Haft oder auch nur ein Verfahren f\u00fcrchten. Bleiburg bleibt eine offene Wunde. Der Umgang mit dem gr\u00f6\u00dften Kriegsverbrechen in Europa nach dem 8. Mai 1945 spaltet die kroatische Gesellschaft bis heute.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie den vollst\u00e4ndigen Artikel aus der &#8220;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&#8221; vom 27. Mai 2023: Kein Gedenken, niergends? Das Massaker von Bleiburg war das gr\u00f6\u00dfte Kriegsverbrechen in Europa nach dem 8. Mai 1945. Die Opfer waren vor allem Kroaten. Doch der Umgang damit spaltet die kroatische Gesellschaft bis heute. 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