{"id":972,"date":"2022-09-25T16:57:04","date_gmt":"2022-09-25T14:57:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.khd.at\/?p=972"},"modified":"2023-02-21T11:23:44","modified_gmt":"2023-02-21T10:23:44","slug":"vom-schlachtfeld-zur-friedensregion-alpen-adria","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.khd.at\/index.php\/vom-schlachtfeld-zur-friedensregion-alpen-adria\/","title":{"rendered":"Vom Schlachtfeld zur  Friedensregion Alpen-Adria"},"content":{"rendered":"<h3>Der K\u00e4rntner Heimatdienst in Diskussion mit Vertretern<br \/>\naus Slowenien, Italien und Kroatien:<br \/>\n\u25b6 wissenschaftliches Symposium in Klagenfurt<br \/>\n\u25b6 und Treffen der Kulturen in Malborgeth<\/h3>\n<p>Am 16. September des Jahres fand in Klagenfurt auf Initiative des K\u00e4rntner Heimatdienstes ein wissenschaftliches Symposium statt, das sich der Friedensarbeit im Alpen-Adria-Raum widmete. Gemeinsam mit Pers\u00f6nlichkeiten aus dem Zentralverband der K\u00e4rntner Slowenen und Pers\u00f6nlichkeiten aus Slowenien, Friaul und Kroatien diskutierte man \u00fcber \u201ealte Konflikte und neue Kooperationen\u201c, \u00fcber \u201calte Gegens\u00e4tze und neue Geschichtsbilder\u201c.<\/p>\n<p>Moderiert von Marjan Sturm, dem ehemaligen Obmann des Zentralverbandes der K\u00e4rntner Slowenen, debattierten der ehemalige K\u00e4rntner Landeshauptmann Gerhard D\u00f6rfler mit dem ehemaligen slowenischen Staatsekret\u00e4r Boris Jesih und Stefano Mazzolini, dem Vizepr\u00e4sidenten des Regionalrats von Friaul-Julisch Venetien, sowie Manuel Jug, dem neuen Obmann des Zentralverbands der K\u00e4rntner Slowenen und Hans Haider, dem Vorsitzenden des Vereins \u201eErinnern\u201c \u00fcber die Entwicklung des Alpen-Adria-Raumes w\u00e4hrend des letzten Jahrhunderts. Dabei wurden h\u00f6chst unterschiedliche Positionen erl\u00e4utert, jedoch das gemeinsame Ziel, n\u00e4mlich den Frieden um jeden Preis zu erhalten, definiert. Man war sich einig, dass der Frieden auch in unserer Region keineswegs selbstverst\u00e4ndlich sei und dass dieser Frieden immer im eigenen Haus beginnen m\u00fcsse.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-973\" src=\"https:\/\/www.khd.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/07-Symposium-2.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/> <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-974\" src=\"https:\/\/www.khd.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/07-Symposium-Scheider.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/> <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-975\" src=\"https:\/\/www.khd.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/09-Moelzer.jpeg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/> <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-976\" src=\"https:\/\/www.khd.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/09-Symposium-3.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/p>\n<p>Dass die Gru\u00dfworte des Landeshauptmanns von K\u00e4rnten, Peter Kaiser, aber auch die Vortr\u00e4ge der Referenten aus Slowenien in slowenische Sprache vorgetragen wurden, war f\u00fcr eine Veranstaltung des K\u00e4rntner Heimatdienstes ebenso bemerkenswert wie die Tatsache dass diese mit organisatorischer Beteiligung von Pers\u00f6nlichkeiten aus dem Zentralverband der K\u00e4rntner Slowenen stattfand. Allein dies wurde bereits als starkes Signal der Friedensarbeit des KHD im Verein mit der K\u00e4rntner Konsensgruppe gewertet.<\/p>\n<p>Auch die Tatsache, dass der Vorsitzende des Rats der K\u00e4rntner Slowenen, Valentin Inzko, die Veranstaltung als Zuh\u00f6rer besuchte, erregte Aufsehen. Im Rat der K\u00e4rntner Slowenen herrscht n\u00e4mlich bislang gro\u00dfe Skepsis gegen\u00fcber der Friedens- und Verst\u00e4ndigungsarbeit des K\u00e4rntner Heimatdienstes<\/p>\n<p>Bei der zweiten Podiumsdiskussion dieses Symposiums, die von KHD-Obmann Andreas M\u00f6lzer geleitet wurde, diskutierten der Klagenfurter Historiker Ulfried Burz, sowie sein Fachkollege Hellwig Valentin, der slowenische Historiker Danijel Grafenauer vom Club der K\u00e4rntner Slowenen in Maribor und Arthur Rossbacher vom Club \u201etre populi\u201c gemeinsam mit dem Ehrenobmann des Heimatdienstes Josef Feldner und dem Vertreter des Kroatischen Weltkongresses, Josip Stjepandic.<\/p>\n<p>Dabei schilderte Ulfried Burz die Entwicklung K\u00e4rntens seit der Volksabstimmung von 1920 und die Ver\u00e4nderung der alten Geschichtsbilder, die weitgehend deutschnational gepr\u00e4gt waren, in Richtung auf neue Geschichtsbilder, die in der Volksabstimmung prim\u00e4r einen demokratischen Akt sehen und die slowenische Beteiligung am Votum f\u00fcr \u00d6sterreich w\u00fcrdigen. Der slowenische Historiker Danijel Grafenauer bezeichnete den Alpen-Adria-Raum als Laboratorium f\u00fcr die Entwicklung einer vormals von schweren Konflikten gekennzeichneten Region hin zu einer Friedensregion. Weiters zeichnete der Klagenfurter Historiker Hellwig Valentin ein Bild der grenz\u00fcberschreitenden Zusammenarbeit im Alpen-Adria-Raum und bezeichnete diesen als einen wichtigen Kristallisationspunkt f\u00fcr die europ\u00e4ische Integration. Der kroatische Vertreter schilderte die gegenw\u00e4rtige Lage in Bosnien-Herzegowina, wo sich derzeit das Bild vom Gegenteil einer Friedensregion zeigt. Hier dominieren Konflikte, Gewaltbereitschaft und nationaler Hass. Rossbacher schilderte am Beispiel des Clubs \u201etre populi\u201c zivilgesellschaftliche Initiativen, die konkret die Entwicklung zur Friedensregion Alpen-Adria erm\u00f6glichten und Josef Feldner pl\u00e4dierte f\u00fcr einen Dialog zwischen den ehemaligen Streitparteien ohne nationale Selbstaufgabe.<\/p>\n<h3>Treffen der Kulturen \u2013 ein Senza-Confini-Sommerfest<\/h3>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-985 alignnone\" src=\"https:\/\/www.khd.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/12-13HOeRNERKLANG-ALPE-ADRIA-1.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/> <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-984 alignnone\" src=\"https:\/\/www.khd.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/12-13-WOeRTHERSEEKLANG-GOLOB-AUS-POeRTSCHACH.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"228\" \/> <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-983 alignnone\" src=\"https:\/\/www.khd.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/12-13-MESANI-PEVSKI-ZBOR-2.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"197\" \/> <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-982 alignnone\" src=\"https:\/\/www.khd.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/12-13-GRUPPE-FAMOS-2.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"211\" \/> <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-981 alignnone\" src=\"https:\/\/www.khd.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/12-13-DOGANIRS-MIT-JUeNGSTEM-2.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"150\" \/> <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-980 alignnone\" src=\"https:\/\/www.khd.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/11-Alphornblaeser.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/> <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-979 alignnone\" src=\"https:\/\/www.khd.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/10-15-PHOTO-2022-09-17-15-35-03.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" \/> <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-978 alignnone\" src=\"https:\/\/www.khd.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/10-15-Palazzo-Hof.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" \/> <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-977 alignnone\" src=\"https:\/\/www.khd.at\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/10-11-ERoeffnung.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/p>\n<p>Am 17. September fand trotz des regnerischen und st\u00fcrmischen Wetters im Kanaltaler Malborgeth das Treffen der Kulturen statt, das der Heimatdienst gemeinsam mit den beiden Kanaltaler Kulturvereinen bereits das zweite Mal organisiert. Zuerst fand dieses Treffen der Kulturen in Arnoldstein im Jahre 2018 statt, 2020 fiel es wegen Corona aus, um nunmehr im wundersch\u00f6nen Palazzo Veneziano unter Teilnahme zahlreicher Kulturgruppen aus Slowenien, Friaul und K\u00e4rnten \u00fcber die B\u00fchne zu gehen.<\/p>\n<p>Freibier, gesponsert von der Villacher Brauerei, K\u00e4rntner Speck, Schinken und Sassaka-Brote, gesponsert von der Wernberger Gro\u00dffleischerei Fruhmann, friulanische Pasta und friulanischer Wein, sowie slowenische Cremeschnitten bildeten das kulinarische Rahmenprogramm f\u00fcr eine bunte Palette musikalischer Darbietungen aus allen Gegenden des Alpen-Adria-Raumes. V\u00f6lkerverbindung und Friedensarbeit besteht eben in erster Linie aus der freundschaftlichen Begegnung der Menschen. Und so konnten Besucher aus Slowenien und aus K\u00e4rnten gemeinsam mit den Gastgebern aus Friaul so etwas wie ein Senza-Confini-Sommerfest begehen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Unterst\u00fctzt durch das<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1083\" src=\"https:\/\/www.khd.at\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Logo_Volkskultur.jpg\" alt=\"\" width=\"835\" height=\"183\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der K\u00e4rntner Heimatdienst in Diskussion mit Vertretern aus Slowenien, Italien und Kroatien: \u25b6 wissenschaftliches Symposium in Klagenfurt \u25b6 und Treffen der Kulturen in Malborgeth Am 16. September des Jahres fand in Klagenfurt auf Initiative des K\u00e4rntner Heimatdienstes ein wissenschaftliches Symposium statt, das sich der Friedensarbeit im Alpen-Adria-Raum widmete. 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