Wir wollen kein Zurück in die Geschichte

Pressemitteilung

Lassen wir uns nicht provozieren! Die gutnachbarlichen Beziehungen zu Slowenien und das friedliche Miteinander in Kärnten dürfen nicht gefährdet werden

Wir wollen kein Zurück in die Geschichte

Stattdessen sollte mit vertrauensbildenden Maßnahmen der Weg in eine friedliche europäische Zukunft weiter geebnet werden.

Dazu könnte auch die endliche Anerkennung der deutschsprachigen Volksgruppe als autochthone Minderheit beitragen.

Die Beziehungen zwischen Österreich und Slowenien gelten seit Jahren als ungetrübt. Wenn nun der slowenische Parlamentsabgeordnete Zmago Jelinčič ausgerechnet zum 100-Jahr-Jubiläum die Legitimität der Kärntner Volksabstimmung in Zweifel zieht, so ist das auf diplomatischem Weg zurückweisen, darf aber als Einzelmeinung eines Abgeordneten nicht die gutnachbarlichen Beziehungen gefährden. Seit Jahren setzen Heimatdienst und Kärntner Konsensgruppe in Völkermarkt mit alljährlichem gemeinsamem Gedenken an die Opfer der Kämpfe um Kärnten 1919/20 vertrauensbildende Maßnahmen.

Unter dem Motto „Sie starben im Glauben an ihre Heimat, weil die Politik nicht in der Lage gewesen ist, die Konflikte friedlich zu lösen“ wird dabei der Opfer auf beiden Seiten gedacht, somit auch der jugoslawischen „Kämpfer um die Nordgrenze“, der ehemaligen militärischen Gegner im Kärntner Abwehrkampf. Das ermöglichte es, dass im Vorjahr an diesem Gedenken erstmals auch die Führungsspitze des größten Traditionsvereines der ehemaligen „Kämpfer um die Nordgrenze“ aus Slowenien teilnahm. Das sollte eine beispielgebende Wirkung erzielen. Statt rückwärtsgewandte Positionen zu vertreten, sollten vertrauensbildende Maßnahmen auf beiden Seiten der Karawanken eine grenzüberschreitende Versöhnung nachhaltig festigen.

In diesem Sinne könnte die Erfüllung einer jüngsten All-Parteien-Entschließung im Parlament zur Anerkennung der deutschsprachigen Volksgruppe in Slowenien als autochthonen Minderheit die Beziehungen zwischen Österreich und Slowenien weiter festigen.

Für den Kärntner Heimatdienst

Obmann Josef Feldner

Bild: 6. GrenzüŸberschreitendes gemeinsames Opfergedenken, Stadtfriedhof Vöšlkermarkt (Bildquelle: fritzpress)
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